CONNECTION_S

2019

Rauminstallation

Laptops, Hocker, Pressspanplatte, Klappböcke, besticktes Stickstoff Gewebe, aufgezeichnete Skypegespräche

ohne Ton

Dimension variable

Bei den Videos, welche ohne Ton auf den Laptops laufen, handelt es sich um

aufgenommene Skype-Gespräche. Sie zeigen Momente der  Begegnung zwischen den beiden Künstlerinnen_. Was sie räumlich voneinender trennt, ist die geografische Distanz. Alizé Rose-May Monod befand sich 2019 in Residency in Kairo (Ägypten) und Anna Marcus unterdessen in der Schweiz.

Die Tücher sind mit zwölf Sätzen bestickt,

wie ‘Hörst du mich?’ oder ‘So schön, dich zu spüren!’, die aus den Videos stammen.
 

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In einer Kultur der zunehmenden Vereinzelung ist „Verbindung“ eine starke Kraft gegen das Patriarchat, heteronormative Strukturen und kapitalistisches Denken. Aber was tun, wenn die Verbindung abbricht?

Das Sprechen über Hindernisse, Systemprobleme, Verletzlichkeiten, Schwächen, Barrieren ist in der ‘Queer Theory ’ ein zentrales Thema. Anna Marcus und Alizé Rose-May Monod nehmen in CONNECTION_S auf, was sie als Verbindungs-Blockaden erleben.

Ein Kollektiv nutzt das ‘Zurück-geworfensein auf sich Selbst’ als Material - das individuelle Stolpern wird geknetet, aber gemeinsam. Wo entsteht Nähe trotz geografischer Distanz? Was tun mit Abbrüchen von Verbindung - technisch oder emotional? Wie lassen sich eigene Begrenzungen akzeptieren und jene durch Machtstrukturen gesetzten bekämpfen?

Text: Olivia Abächerli, April 2019