INCLUSION

seit 2018

Material variabel

Dimension variabel

Auflage 15/15 + 2 EP


 

Ein Werk für mehr inklusive Toilettenräume in Kunst- und Kulturinstitutionen.

INCLUSION setzt sich mit künstlerischen Strategien für neue Lösungen und Alter-nativen von WC-Beschilderungen ein, um den Raum „Toilette“ inklusiver zu denken, zu gestalten und zu benutzen. Dieses Werk wird aktuell an und mit verschiedenen Kunst- und Kulturinstitutionen umgesetzt und angedacht.

Bist Du eine Kunst- oder Kulturinstitution und möchtest, dass bei dir diskriminierungsfreier zur Toilette gegangen werden kann? Melde Dich hier.

Anliegen und Ausgangslage

Es gibt eine Vielzahl von Geschlechtern und geschlechtlichen Ausdrucksformen. Diese Vielfalt wird unter anderem dort unsichtbar gemacht, wo es nur binär beschriftete Toiletten gibt. Diese zweigeschlechtliche
Logik diskriminiert im Alltag. Non-binäre, Trans und Inter Personen  beispielsweise
werden so tagtäglich - in der Befriedigung eines Grundbedürfnisses - benachteiligt.


Für weniger „Aussen“ - und mehr Inklusion
Räume sind Konstrukte. Sie werden von Menschen geplant und sind deshalb etwas konstruiertes und nicht etwas, dass einfach so existiert. Zunächst einmal stehen dahinter einzelne Menschen und jeder von ihnen ist auf eine bestimmte Weise sozialisiert worden. Das meint auch: Mensch hat gelernt, in Kategorie zu denken. Die gelernte Denk-

weise beeinflusst das Handeln.

 

Wenn es um die Planung und Umsetzung von Räumen geht, hat dies grosse Auswirkungen. Räume werden von Einzelnen für Viele geplant. Und sie sind so gedacht, dass sie für alle Menschen nutzbar sind. Nur ist dies in der Realität nicht immer der Fall. Wo Machtstrukturen in der Gesellschaft Normen und ihre jeweilige Abweichung, ihr „Aussen“, produzieren, führt sich diese Produktion eines „Aussen“ in der Raumplanung,
in der architektonischen Realität fort. Dies ist am Beispiel der öffentlichen und halb-öffentlichen Toiletten gut zu erkennen. Diese sind meist aus einer binären und hetero-

normativen Logik heraus konstruiert worden.


Es ist nun also an der Zeit, Raum neu zu denken und Handlungsstrategien zu entwickeln, damit es weniger „Aussen“ gibt und mehr inklusiven Raum.